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Ein Arbeitgeberangebot muss her!

Tarifrunde Uniklinika 2019

Ein Arbeitgeberangebot muss her!

Am Mittwoch Protestkundgebung an Uniklinik Tübingen – ver.di hält am gesamten Forderungspaket fest

Für Mittwoch, den 23. Oktober ruft ver.di die Beschäftigten der Uniklinik Tübingen zwischen 12:30 und 13:30 Uhr zu einer Protestkundgebung auf. Mit Aktionen an allen vier Kliniken soll damit den Arbeitgebern vor der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag unmissverständlich die Ernsthaftigkeit aller ver.di Forderungen signalisiert werden.

Irene Gölz, ver.di Verhandlungsführerin: „Die Arbeitgeber haben uns aufgefordert, für die nächsten Verhandlungen Teile unserer Forderungen zurückzunehmen. Dazu sind wir nicht bereit: unser Forderungspaket ist durchdacht und seine Umsetzung wird die Kliniken als Ganzes stärken. Ein Krankenhaus ist schließlich nur dann gut, wenn alle Bereiche Hand in Hand gute Arbeit ermöglichen.“

Vor dem Casino Berg werden ab 12:30 Uhr (13 Uhr kurze Kundgebung) Uniklinik-Beschäftigte und Auszubildende für ihre Forderungen Flagge zeigen. In den letzten zwei Wochen wurden in der Uniklinik-Belegschaft Unterschriften für die Tarifforderungen gesammelt. Mit den Unterschriftenlisten soll deutlich gemacht werden, dass die Belegschaft der Uniklinik gemeinsam mit ver.di hinter den Tarifforderungen stehen.

Benjamin Stein, Geschäftsführer bei ver.di Fils-Neckar-Alb erläutert: "Ein Arbeitgeberangebot zu allen Punkten muss her: es braucht mehr Geld, mehr freie Zeit und die Möglichkeit bis zur Rente arbeiten zu können, sowie ausreichend Vorbereitungszeit für die anspruchsvollen Prüfungen und Klausuren für die Auszubildenden.“

Bei der ersten Verhandlungsrunde zum Entgelt am 11. Oktober zwischen ver.di und den vier Unikliniken im Land hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Dieses wurde für die zweite Runde am 25. Oktober angekündigt.

Die Gespräche beginnen am Freitag um 10:30 Uhr im Waldaupark der SSB in Stuttgart.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 25 35 .000 von diesem Tarifvertrag betroffenen Beschäftigten in Heidelberg, Tübingen, Freiburg und Ulm acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Um die Pflege zu stärken, hat der Gesetzgeber mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz die Refinanzierung von Entgeltsteigerungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Pflege garantiert. ver.di fordert deshalb für diese Beschäftigten 200 Euro im Monat zusätzlich.

Die Gewerkschaft erwartet Verhandlungen über einen Tarifvertrag alternsgerechtes Arbeiten sowie die zeitliche Höherbewertung der Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit: die Arbeitszeit zu diesen Zeiten soll mit dem anderthalbfachen Zeitfaktor bewertet werden. Für die Auszubildenden soll es unter anderem 130 Euro mehr geben sowie fünf freie Lerntage pro Ausbildungsjahr, um sich besser auf die anspruchsvollen Prüfungen und Klausuren vorbereiten zu können.

Für die vier baden-württembergischen Uniklinika in Ulm, Tübingen, Heidelberg und Freiburg gilt ein eigener Tarifvertrag mit dem Arbeitgeberverband Uniklinika, von dem rund 25.000 Beschäftigten an den vier Kliniken betroffen sind. Die Ärzt*innen fallen unter den Tarifvertrag Ärzte Länder, das wissenschaftliche Personal als Landesbeschäftigte unter die Tarifbestimmungen des Landes.

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