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Personalräte mit ver.di verlangen schnelle Entscheidung

Psychiatrie

Personalräte mit ver.di verlangen schnelle Entscheidung

Personalräte mit ver.di verlangen schnelle Entscheidung, gemeinsam fordern sie: zusätzliche Prämie oder bezahlte freie Zeit + COVID-19-Erschwernis-Zuschlag

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
alle Beschäftigten in den Zentren sind in dieser COVID-19-Krise sehr engagiert und hoch belastet. Deshalb ist eine schnelle Entscheidung nötig, diesen Einsatz für das Gemeinwesen mit einer monatlichen Prämie in Höhe von 500 Euro oder mit bezahlter freier Zeit ein wenig auszugleichen. Zudem sieht der Tarifvertrag der Länder eine Erschwerniszulage (TV-L §19) vor. Doch für die Versorgung von mit SARS-CoV-2-infizierten psychisch kranken Menschen oder Verdachtsfällen war diese nie gedacht. Deshalb muss der Zuschlag von derzeit 15% um ein Vielfaches erhöht oder in freier Zeit gegeben werden (z.B. von einer 8-Stunden-Schicht nur 6 Std. arbeiten), um der außergewöhnlichen Erschwernis und den Risiken annähernd gerecht zu werden. Am 6. April 2020 verständigten sich deshalb die Mitglieder* der Steuerungsgruppe der ZfP mit ver.di in einer Telefonkonferenz darüber, dass sie gemeinsam für alle Beschäftigten die zusätzliche monatliche „Corona-Prämie“ und den erhöhten Erschwerniszuschlag für die direkte „Corona-Versorgung“ fordern wollen. Wichtig ist, dass die Prämie aus Steuermitteln finanziert wird, denn es handelt sich um eine Krise, die Alle angeht. In Abstimmung mit ver.di stellen die Personalvertretungen einen Initiativ-Antrag, der die Forderungen auf den Weg bringt, um mit der Dienststelle vor Ort zu verhandeln.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Wernecke hatte eine 500 Euro Prämie monatlich für alle systemrelevanten Beschäftigten für die Dauer der Krise verlangt. Bundesfinanzminister Scholz und Landesfinanzministerin Sitzmann unterstützen diese Anerkennung, indem auf diese Zahlungen in Höhe von 1500 Euro keine Steuern erhoben werden.

Es gibt bereits Arbeitgeber und Arbeitgeberverbände (z.B. BVAP), die dieses Signal setzen. Ganz unbürokratisch. Zum Beispiel will das Klinikum Mittelbaden 1500 Euro mit dem Juli-Gehalt an alle Beschäftigten, einschließlich der Wohnund Pflegebereiche sowie der Service-Tochtergesellschaft.

Die Steuerungsgruppe mit ver.di ist überzeugt, dass die Beschäftigten in den Zentren in dieser Krise auch materielle Anerkennung verdienen.

Deshalb fordern wir die Dienststellen der ZfP-Gruppe jetzt auf:
„Zahlen Sie allen Ihren Mitarbeiter*innen eine Prämie von 500 Euro im Monat, solange diese Krise andauert oder gewähren Sie bezahlte freie Zeit. Unterscheiden Sie dabei bitte nicht zwischen der sogenannten Stammbelegschaft, Versorgungsbereichen und den Beschäftigten in Tochtergesellschaften. Alle leisten ihren Teil. zahlen sie einen erhöhten Erschwerniszuschlag, sobald infizierte und Verdachtsfälle versorgt werden müssen. Treten Sie unverzüglich in Verhandlungen mit den Personalräten ein, sobald diese die Initiative ergriffen haben.“

Unterstütze die Forderung: www.wirbleibenhier.verdi.de mit einer Fotobotschaft eures Teams.

Mach mit! Zeigt jetzt, dass ihr die Initiative von ver.di und dem Personalrat gut findet.