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ver.di weist die Schuldzuweisung der GWW-Geschäftsführung zurück

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ver.di weist die Schuldzuweisung der GWW-Geschäftsführung zurück

Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH

ver.di verwehrt sich gegen die Behauptung der Geschäftsführung der GWW (Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH), die Gewerkschaft habe die Weiterführung der seit Juli 2013 laufenden Tarifverhandlungen unmöglich gemacht.

Ausgangspunkt für die Verhandlungen war die Kündigung sämtlicher Tarifverträge durch die GWW zum 31. Dezember 2012. Im Juli 2013 wurden Tarifverhandlungen aufgenommen. Gleich zu Beginn wurde konstruktiv ein Tarifvertrag über die Struktur des Betriebsrates der GWW verhandelt und abgeschlossen. Dieser sollte nach einer Gesamteinigung in Kraft treten. Anschließend wurde ver.di über drei Verhandlungsrunden bis zum November mit achtzehn Absenkungsforderungen, neuen Eingruppierungsregeln sowie einer neuen Entgelttabelle konfrontiert, was zum Beispiel für die Fachkräfte in den Werkstätten für behinderte Menschen einen monatlichen Verlust von knapp 900 Euro bedeutet hätte.

„Selbstverständlich beharrt ver.di darauf, die alten Tarifverträge im Niveau unverändert zu lassen. Zur Modernisierung der Tarifverträge und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen war und ist ver.di aber auch weiterhin bereit“, so die ver.di Verhandlungsführerin Irene Gölz:

„2003 ist ja die GWW bewusst aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten mit der Begründung, die Tarifverträge seien nicht zeitgemäß. Mit viel Aufwand wurde deshalb mit ver.di ein spezieller und passender Haustarifvertrag entwickelt. Warum soll dieser nun wieder aufgegeben werden?“

Die zahlreichen ver.di-Mitglieder bei der GWW haben hierzu eindeutige Beschlüsse gefasst und diese auch bei zwei eindrucksvolle Aktionen gegenüber ihrem Arbeitgeber verdeutlicht. Für Unternehmen in Notlagen hat ver.di eindeutige Regeln und ist bei Offenlegung der wirtschaftlichen Lage auch bereit, über einen Notlagentarifvertrag zu verhandeln. 

ver.di hält die Entscheidung, nun in den kommunalen Arbeitgeberverband einzutreten für falsch. Den speziellen, auf die GWW sowie seine Beschäftigten und Auszubildenden abgestimmten Tarifvertrag aufzugeben und in den allgemeineren Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu wechseln, wird aufwendig. Zahlreiche Auseinandersetzungen über Eingruppierungen und Besitzstände sind vorprogrammiert.  Eine klare und gerechte Überleitung wird sich nur mit einem Überleitungstarifvertrag regeln lassen. Auch dazu ist ver.di bereit.

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