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Kompromiss zum Vergütungstarifvertrag erreicht

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Kompromiss zum Vergütungstarifvertrag erreicht

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Verhandlungen erfolgreich

Nach schwierigen und kontroversen Verhandlungen konnte am 5. Mai 2014 ein Verhandlungskompromiss zum Neuabschluss des von ver.di zum 31.12.2013 gekündigten Vergütungstarifvertrages erreicht werden.

Das Tarifergebnis im Überblick:

  • Für die Monate Januar bis September 2014 erhalten alle Vollzeit- Beschäftigten eine Einmalzahlung von 1.000 Euro, Teilzeitbeschäftigte anteilig. Die Auszahlung erfolgt mit der Vergütungsauszahlung im Monat Juni 2014.

  • Ab dem 1.10.2014 werden die Vergütungen in allen Gruppen und Stufen der Tabelle um einheitlich 70 Euro angehoben.

  • Die Ausbildungsvergütungen werden ab dem 1.4.2014 um 70 Euro im ersten, um je 60 Euro im zweiten und dritten Ausbildungsjahr angehoben. Ab dem 1.4.2015 erfolgt eine weitere Anhebung um weitere 30 Euro pro Ausbildungsjahr. Damit betragen die Ausbildungsvergütungen ab dem 1.4.2014:
    - 1. Ausbildungsjahr 670 Euro
    - 2. Ausbildungsjahr 710 Euro
    - 3. Ausbildungsjahr 760 Euro

    Ab dem 1.4.2015 werden die Ausbildungsvergütungen auf folgende Beträge erhöht:
    - 1. Ausbildungsjahr 700 Euro
    - 2. Ausbildungsjahr 740 Euro
    - 3. Ausbildungsjahr 790 Euro

  • Ab dem 1.10.2014 wird die Zulage für Zentrumsleitungen umgestellt. Diese ist künftig von der Anzahl der Behandlungen (Dialysen) und nicht mehr nur von der Patientenzahl abhängig. Diese Umstellung erfolgt im Wesentlichen kostenneutral.

  • Die Laufzeit der neuen Vergütungstarifverträge ist bis zum 31.12.2015 vereinbart.

  • Darüber hinaus sind einige redaktionelle Änderung in den Tarifverträgen vereinbart worden.

Mit diesem Tarifergebnis konnte ein Abschluss bei der PHV erreicht werden, der mit Vergütungssteigerungen – bezogen auf die Durchschnittsvergütungen – von über 3% die realen Einkommensverluste durch die Inflationsrate mehr als ausgleicht und zu einer Stärkung der Kaufkraft der Beschäftigten beiträgt.

Wichtig war der ver.di-Tarifkommission dabei auch die soziale Komponente dieses Abschlusses. Sowohl mit der Einmalzahlung als auch mit der Erhöhung der Tabellenvergütungen durch einen Festbetrag konnte erreicht werden, dass untere Vergütungsgruppen von diesem Tarifergebnis überproportional profitieren.

Diese Verhandlungsrunde hat jedoch gezeigt, dass es auch bei der PHV angesichts schwieriger werdender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für gute Tarifergebnisse auch in Zukunft darauf ankommen wird, genügend Stärke und Durchsetzungsfähigkeit bei Tarifkonflikten zu entwickeln.