Liebenau Leben im Alter gGmbH

Verantwortung übernehmen!

LiLA gGmbH

Verantwortung übernehmen!

Liebenau Leben im Alter gGmbH (LiLA)
Beschäftigte übergeben 3857 Unterschriften ver.di Beschäftigte übergeben 3857 Unterschriften


Beschäftigte übergeben in Tarifkonflikt insgesamt 3857 Unterschriften und fordern den Vorstand auf, Verantwortung zu übernehmen.

Eine Delegation von Beschäftigten der Altenpflegeeinrichtungen der Liebenau Leben im Alter gGmbH (LiLA) hat heute Mittag zusammen mit einigen Unterstützerinnen und Unterstützern der Stiftung Liebenau insgesamt 3857 Unterschriften mit der deutlichen Botschaft übergeben, dass die aktuellen Tarifgespräche zielführend und zeitnah zu einem Ergebnis kommen sollen. Die ungleiche Bezahlung zwischen den Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau kann nicht länger akzeptiert werden. Hierfür muss der Vorstand Verantwortung übernehmen und die jahrelang auf dem Rücken der Beschäftigten erzielten Gewinne nun als Finanzmittel für einen guten Tarifvertrag für die Beschäftigten bei der LiLA zur Verfügung stellen.

Mehr als 50 Beteiligte fanden sich heute für eine kurze Protest- und Übergabeaktion vor dem Gelände der Stiftung Liebenau zusammen. Eine persönliche Übergabe an die Vorstandsmitglieder war leider wegen anderweitiger Termine nicht möglich. Auch der Vorstandsvertreter wollte sich nicht allen Anwesenden für ein Gespräch zur Verfügung stellen, so dass mit einer kleinen Delegation von 10 Personen die Übergabe hinter verschlossenen Türen erfolgte.

„Dieses Verhalten zeigt wenig Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. Dies haben wir in Form der bisherigen Angebote bei den Tarifverhandlungen von der Arbeitsgeberseite bereits mehrfach wahrgenommen. Gerade in der aktuellen Zeit ist allen in der Gesellschaft der Stellenwert der Altenpflege bewusstgeworden. Wir brauchen für diesen Bereich nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und vor allem der Löhne. Dafür kämpfen hier die Beschäftigten der LiLA. Doch die Arbeitgeberseite stellt sich stur“, so Yvonne Baumann, ver.di-Verhandlungsführerin.

Am Freitagnachmittag sollen die Verhandlungen weitergehen, doch vorher wird am Vormittag ein Spitzengespräch zwischen dem Stiftungsvorstand und ver.di stattfinden.

Die Verhandlungen laufen seit Jahresbeginn und gestalten sich - auch Corona-bedingt - schwierig. Gefordert wird ein Tarifvertrag auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes (TVöD).

In den 20 Altenpflege-Einrichtungen der LiLA wird seit Jahren weit unter dem TVÖD-Niveau bezahlt: Eine Altenpflegehelferin erhält monatlich über 450 Euro weniger, eine Hauswirtschaftsleiterin sogar über 700 Euro. Die Arbeitszeit ist für alle mit 40 Stunden in der Woche eine Stunde länger.

Ermöglicht wurde diese dem Kirchenrecht eigentlich widersprechende Regelung jahrelang durch eine Ausnahmegenehmigung des Bischof Gebhard Fürst (Bistum Rottenburg-Stuttgart), die aber ab 2019 nicht mehr erteilt wurde. Daraufhin wurde die LiLA von den Betreibern in weltliches Arbeitsrecht überführt.

Die Liebenau Leben im Alter (LiLA) wurde gegründet, um mit schlechteren Arbeitsbedingungen und Vergütungen als den sonst in der Stiftung Liebenau auf die Beschäftigungsverhältnisse angewendeten Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas (AVR Caritas) stationäre Pflege anbieten zu können.

Beschäftigte übergeben 3857 Unterschriften ver.di Beschäftigte übergeben 3857 Unterschriften
Beschäftigte übergeben 3857 Unterschriften ver.di Beschäftigte übergeben 3857 Unterschriften
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