Betriebe und Tarifpolitik

Wir sind bereit!

DRK-Tarifrunde 2020

Wir sind bereit!

DRK-Tarifrunde 2020
ver.di Wir sind bereit!  – DRK-Tarifrunde 2020


Am 18. November fand die 2 Verhandlungsrunde in der Tarifrunde beim Deutschen Roten Kreuz statt. Wir sind bereit!

Darum haben die Kolleg*innen des DRK Esslingen am 16.11.20 und die Kolleg*innen des DRK Reutlingen am 17.11.20 ein starkes Zeichen gesetzt für eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Im Tarifkonflikt beim Deutschen Roten Kreuz haben die Beschäftigten im Rettungsdienst ein symbolisches Signalfeuer entfacht.

In der ersten Verhandlungsrunde mit der Bundestarifgemeinschaft des DRK konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nicht auf einen Kompromiss einigen. Auf Grund der außergewöhnlichen Bedingungen und Herausforderungen der Pandemie zeigten sich die Arbeitgeber in Sorge ein solch umfangreiches Paket an Forderungen und Erwartungen möglicherweise nicht in weiteren Präsenzsitzungen verhandeln zu können.
Die ver.di Verhandlungskommission unterbreitete ein modifiziertes Angebot in Form eines Kurzläufertarifvertrags bis Ende April, was eine schnelle Lösung für die aktuelle Situation bedeutet hätte. Darin enthalten ist die Regelung der Corona Prämie für alle Beschäftigte, die Aufwertung der Notfallsanitäter*innen Eingruppierung, die Regelung einer Infektionszulage, sowie eine Pflegezulage in gleicher Höhe des öffentlichen Dienstes zu regeln, und alle weiteren Bestandteile der Forderungen und Erwartungen auf Mai nächsten Jahres zu vertagen. Trotz mehreren Unterbrechungen und intensiven Austauschen konnten sich die Arbeitgeber nicht zu einem Angebot durchringen.

„Die Arbeitgeber vergeben sich die Chance nicht den gleichen Fehler wie der Arbeitgeberverband im öffentlichen Dienst zu machen!.“ sagt Gewerkschaftssekretär Sven Armbruster von ver.di Fils-Neckar Alb.

Volker Dilger Rettungsassistent beim DRK in Esslingen macht deutlich: „Wenn die Arbeitgeber glauben sie können während der Pandemie auf Zeit spielen, machen sie einen großen Fehler! Wir fordern eine klare Aufwertung in dieser Tarifrunde und sind auch bereit diese durchzusetzen!“

Wolfgang Prinz Rettungsassistent beim DRK in Reutlingen und Mitglied der ver.di Tarifkommission ergänzt: „Nach dem Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst will niemand weitere Arbeitskämpfe, schon gar nicht im Krankentransport oder der Notfallrettung.“

Es wäre deshalb wünschenswert gewesen, wenn die Arbeitgeber uns vor dem 18.11.20 zur zweiten Verhandlungsrunde ein wertschätzendes Angebot auf den Tisch gelegt hätten. Leider geht das vorgelegte Angebot an den spezifischen Erfordernissen beim DRK vorbei. Jetzt stehen uns gegebenenfalls stürmische Zeiten bevor.“

„Wenn die Arbeitgeber uns in einen Konflikt treiben wollen, sind wir dafür vorbereitet. Die letzten Wochen haben wir gezeigt, dass wir unseren Forderungen mit AHA- Regeln und guten Hygienekonzepten nachdruckverleihen können.“ so Sven Armbruster.