Altenpflege

Pflegeberufe aufgewertet

Fachkliniken Hohenurach

Pflegeberufe aufgewertet

Lohngefüge in Reha-Klinik auf dem Niveau kommunaler Träger: Überzeugender Tarifabschluss zwischen ver.di und Klinikgruppe Enzensberg

Mit einem überzeugenden und einvernehmlichen Tarifabschluss für die m&i-Fachklinken Hohenurach ist es der Gewerkschaft ver.di und m&i-Klinikgruppe Enzensberg(Konzernmutter der Bad Uracher Kliniken)gelungen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig auf dem gleichen Niveau wie kommunale Krankenhäuser zu bezahlen.

„Das Tarifniveau des öffentlichen Dienstes prägt in Baden-Württemberg viele Teile der Gesundheitsbranche, so dass gerade im Wettbewerb um gutes und qualifiziertes Personal die Arbeitgeber auch bei Fragen der Vergütung noch mehr drauflegen müssen“, so Yvonne Baumann, ver.di-Verhandlungsführerin. „Dies ist aber gerade im Reha-Bereich keine Selbstverständlichkeit.“ Der Abschluss bei den Fachkliniken Hohenurach beinhaltet lineare Gehaltssteigerungen, eine neue Eingruppierungssystematik und das Angleichen der Berufsgruppen in Service und Küche, die in den letzten sechs Jahren in einer abgeschmolzenen Tabelle entlohnt wurden. Insgesamt wurde über eine Laufzeit von 24 Monaten ein Gesamtvolumen von 7,5 Prozent seitens der Arbeitgeber zugestanden.

„Ein besonderer Fokus lag auf einer Aufwertung der Pflegeberufe“, sagte Bernd Kümmerle, als Mitglied der Konzerngeschäftsleitung Verhandlungsführer auf  Seiten des Arbeitsgebers.  „Aufgrund der Wettbewerbssituation mit den umliegenden Kliniken haben wir hier ein differenziertes Vergütungssystem etablieren können, um so die Attraktivität unserer Arbeitsplätze steigern und gleichzeitig unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Wertschätzung entgegenbringen zu können.

Auch Klinik-Geschäftsführer Uli Wüstner zeigte sich vom Erreichten überzeugt: „Das wird uns insbesondere beim Ausbau unserer Neurologischen Frührehabilitation deutliche Vorteile am Arbeitsmarkt bringen“.  Gerade Arbeitsbereiche mit erhöhtem Pflegeaufwand wurden besonders berücksichtigt.

Neben der Pflege erhalten aber auch Bereiche wie die Therapie, Psychologie, Küche und Service spürbare Verbesserungen. Baumann: „Es ist ein Novum, dass wir hier die Psychologinnen mit Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin endlich mit den approbierten Ärzten gleichsetzen konnten, damit wird die umfassende Ausbildung nun auch in der Vergütung honoriert.“