Gesundheits- und Sozialwesen in Ba­den-Würt­tem­berg

Virtuelle Petitionsübergabe

Kreiskliniken Reutlingen

Virtuelle Petitionsübergabe

mit Forderungen der Beschäftigten der Kreiskliniken Reutlingen per Videokonferenz am 17.06.2020
Die Teamdelegierten von Jena und Mainz per Video vereint ver.di FB 03 Virtuelle Petitionsübergabe mit Forderungen der Beschäftigten der Kreiskliniken Reutlingen per Videokonferenz am 17.06.2020


Politiker aus Kreis, Land und Bund, sowie der Landrat Thomas Reumann, welcher auch Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskliniken Reutlingen GmbH ist, wurden zu der virtuellen Videokonferenz eingeladen.

Eine große Zahl an Krankenhausbeschäftigten der Standorte Reutlingen, Bad Urach und Münsingen wird ebenfalls daran teilnehmen. Hintergrund der Konferenz ist eine Petition mit Forderungen zum Schutz der Beschäftigten und Patient*innen, für die eine Vielzahl der Beschäftigten der Standorte unterschrieben haben, und die bei der Videokonferenz symbolisch überreicht werden.

Karsten Heinrich (Betriebsratsvorsitzender Standort Bad Urach): „Die Teilnahme der Politiker ist für uns ein Signal, dass unsere Forderungen ernst genommen werden. Trotz Corona-Krise haben wir mit der Videokonferenz einen Weg gefunden, die Politik direkt mit unseren Forderungen zu konfrontieren. Ein bisher in dieser Form einmaliger Vorgang seit Beginn der Corona-Krise. Ich denke es ist klar, dass wir uns nicht mit Applaus begnügen, sondern dass wir spätestens jetzt, in der Krise, endlich Taten sehen wollen.“

Sven Armbruster (Gewerkschaftsekretär ver.di): „Die Beschäftigten erleben jetzt, wie Hygienebestimmungen, die jahrelang gültig waren, verändert und teilweise sogar abgeschwächt werden. Der Schutz der Beschäftigten und der Patient*innen muss jedoch weiterhin die höchste Priorität haben. Unsere Forderung ist deshalb, dass das Land umgehend die ausreichende Produktion und Lieferung von Schutzkleidung sicherstellt und insbesondere Beschäftigte aus Risikogruppen schützt.“

Norbert Retthofer (Pflegekraft und Betriebsrat Klinikum am Steinenberg): „Wir werden den Politikern auch mitgeben, dass wir für alle Krankenhausbeschäftigte und auch für die Auszubildende bis zum Ende der Krise eine Zulage von 500 Euro/Monat fordern.“

Benjamin Stein (ver.di Bezirksgeschäftsführer Fils-Neckar-Alb): „Die Krankenhausfinanzierung muss sich jetzt ganz grundsätzlich verändern. Die Krise zeigt: Ein „Weiter so“ darf es nicht mehr geben. Deswegen fordern wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen, dass sich die Politik, für die sofortige Aussetzung des DRG-Systems ausspricht und entsprechende Veränderungsprozesse vorantreibt.“