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Am Freitag Rollstuhlparcours in Stuttgart zum Tag der Pflege

Pflege

Am Freitag Rollstuhlparcours in Stuttgart zum Tag der Pflege

Tag der Pflege am 12. Mai 2017

 
Personalmangel in der Altenpflege bedroht Pflegende und Pflegebedürftige - weitere Aktionen an Krankenhäusern

Zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai macht ver.di auf die unerträgliche Lage der Pflegenden in den Krankenhäusern sowie Einrichtungen und Diensten der Altenhilfe aufmerksam. Neben zahlreichen Aktionen an Krankenhäusern wollen Beschäftigte aus der Altenhilfe am Freitag mit einem Rollstuhlparcours in Stuttgart demonstrieren, unter welchem immensen Zeitdruck Pflegekräfte in ihrer täglichen Arbeit stehen und mit wie vielen Hindernissen sie zu kämpfen haben. Die Aktion, die am 12. Mai 2017 in der Zeit von 10 bis 13 Uhr in der Königstraße / Ecke Marstallstraße in Stuttgart stattfindet, soll auch Aufhänger für Gespräche mit Passantinnen und Passanten sein und eignet sich gut für die Bildberichterstattung.

Aufgrund des Personalmangels und der zunehmenden Pflegebedürftigkeit der Bewohner bzw. Patientinnen fehlt Zeit für gute Pflege, so wie sie erlernt wurde. Das bedroht die Gesundheit der Pflegenden und die Qualität der Versorgung gleichermaßen. Gute Arbeitsbedingungen sind zudem ein entscheidender Faktor für den Verbleib der Pflegenden im Beruf und dafür, dass die Pflegenden ihren Beruf bis zum regulären Renteneintrittsalter durchhalten. In keiner andere Berufsgruppe ist die Einschätzung, den Beruf bis zum Alter von 67 Jahres ausfüllen zu können, so niedrig wie in der Altenpflege (DGB-Index Gute Arbeit).

ver.di fordert deshalb wie auch in den Krankenhäusern die Festlegung von höheren Personalschlüsseln und vor allem auch deren Refinanzierung durch gesetzliche Regelungen.

Irene Gölz, ver.di Landesfachbereichsleiterin Gesundheitswesen: „Es darf nicht weitergehen, dass die Pflegenden mit ihrer Gesundheit für eine nicht ausreichende Refinanzierung der Altenhilfe und Krankenhausversorgung zahlen. Pflegebedürftige bzw. Patientinnen und Patienten haben ein Recht auf gute und würdige Versorgung.“

ver.di erinnert zudem die Sozialpolitikerinnen im Land an die Anliegen, die die ver.di-Initiative „Altenpflege in Bewegung“ in Baden-Württemberg ihnen als Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl in Form einer „Sorgekarte“ übermittelt hatte. Darin haben die Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen dringend darum gebeten, für Rahmenbedingungen zu sorgen, damit gute Pflege mit guten Arbeits- und auch Ausbildungsbedingungen möglich wird.

„Insbesondere ist über die Umsetzung der entsprechenden Handlungsempfehlungen der Enquetekommission Pflege zu reden, sonst bleiben diese Empfehlungen ein Papiertiger“, so Irene Gölz.

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