ALPENLAND: Terror im Altenheim

  • ALPENLAND ist der Haustarifvertrag zu teuer und will Tarifabsenkungen.
  • ALPENLAND hat sich deshalb den DHV ins Haus geholt, der für seine Dumping-Tarifverträge bekannt ist.
  • Die Neuwahlen von Betriebsräten werden von ALPENLAND massiv behindert.
  • ALPENLAND hat ver.di-Beschäftigte an den Vorbereitungen für Warnstreiks mit der Ankündigung von Unterlassungsklage zu hindern versucht.
  • Im Rahmen einer einstweiligen Verfügung beantragte ALPENLAND am 15. Juni 2009 die Untersagung von weiteren Streikaufrufen durch ver.di. Unter anderem verlangte ALPENLAND die Duldung einseitig angeordneter Notdienste. Das Arbeitsgericht Stuttgart hat am 30. Juni 2009 nach einer etwa zweistündigen mündlichen Verhandlung alle Klageanträge von ALPENLAND abgewiesen. Das Gericht führte aus, dass ver.di mit wesentlich größeres Engagement auf den Abschluss von Notdienstvereinbarungen während der Streiks hingewirkt hat als die Arbeitgeberseite. Deshalb sei kein Raum für eine gerichtliche Notkompetenz zum Abschluss einer Notdienstvereinbarung. Eine Berufung hat das Arbeitsgericht nicht zugelassen. Die Kosten des Rechtsstreits hat ALPENLAND zu tragen.
  • ALPENLAND überzieht gewerkschaft aktive KollegInnen wegen angeblicher Vergehen mit Anhörungen, stellt gegen sie Strafanzeigen und schreckt auch nicht vor dem Versuch von fristlosen Kündigungen zurück.
  • Ehrenamtliche ver.di-Tarifkommissionsmitglieder geraten unter massiven Dauerdruck.
  • ALPENLAND verliert gegen ver.di einen Prozess nach dem anderen.
  • Trotz angeblich wirtschaftlicher Notlage hat ALPENLAND anscheinend genug Geld, um gegen ver.di und gegen Betriebsräte in Fällen zu prozessieren, bei denen der Sachverhalt seit langem höchstrichterlich entschieden ist. Dafür leistet sich ALPENLAND einen Anwalt aus einer großen Kanzlei.
  • ALPENLAND belegte zwei verdi-GewerkschaftssekretärInnen mit Hausverboten.
  • ALPENLAND verwies den Gewerkschaftssekretär Anton Eugen Schmid mit Hilfe der Polizei des Hauses. Das hat ver.di sich natürlich nicht gefallen lassen und vor dem Arbeitsgericht Heilbronn geklagt. Das Gericht verpflichtete ALPENLAND, dem Kollegen Schmid Zutritt zur Betriebsversammlung am 18. August 2009 in der Öhringer Einrichtung zu geben. Das Gericht kommentierte den Vorfall so: "Dass der Gewerkschaftssekretär den Vorgang als Provokation betrachtet, ist aus Sicht der Kammer mehr als verständlich."
  • Am 1. September 2009 hob ALPENLAND die Hausverbote gegen die beiden GewerkschaftssekretärInnen auf, allerdings mit zahlreichen Auflagen. Eine vorbehaltlose Aufhebung der Hausverbote gibt es bis heute nicht.
  • ALPENLAND sagte die für den 7. August 2009 und 24. September 2009 vereinbarten Tarifverhandlungen mit fadenscheinigen Begründungen ab. Es geht ALPENLAND dabei nicht um Inhalte, sondern um Formalien.
  • Der Anwalt von ALPENLAND möchte Tarifverhandlungen über Schriftsätze führen. Wer etwas von Tarifverhandlungen versteht, weiß, dass das soziale Prozesse sind und Inhalte am Verhandlungstisch geklärt werden.
  • ver.di ist bereit, mit ALPENLAND sowohl einen Mantel- und Vergütungstarifvertrag als auch eine Notlagenregelung als Paket zu verhandeln. Die Notlage muss ALPENLAND durch ein von ihr in Auftrag gegebenes unabhängiges Wirtschaftsgutachten nachweisen. Das weiß ALPENLAND seit November 2008. Die ver.di-Tarifkommission und der ver.di-Bundesvorstand haben für diese Verhandlungen längst grünes Licht gegeben. Auch das weiß ALPENLAND. Das Wirtschaftsgutachten hat die Gesellschaft bis heute nicht in Auftrag gegeben.

 

Die Alpenland Pflege- und Altenheim Betriebsgesellschaft GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Sonthofen und betreibt Alten- und Pflegeheime in Sulz am Neckar, Ravensburg, Villingen-Schwenningen, Bad Rappenau, Öhringen, Kupferzell und Schwaan-Waldeck.


Schikane. Nichts als Schikane

Altenheimbetreiber Alpenland setzt auf Einschüchterung und beschäftigt Gerichte – ver.di: Notfalls Arbeitskampf ausdehnen
Als Lilly* das Schreiben in den Händen hält, traut sie ihren Augen nicht. Sie ist von ihrem Arbeitgeber einiges gewohnt. Aber dass er eine fristlose Kündigung androht? (06.10.2009) mehr...

Wer sich wehrt wird angegangen

Altenheimbetreiber Alpenland setzt auf Einschüchterung der Beschäftigten
Sie verzögern die Tarifverhandlungen und setzen vieles daran, die Beschäftigten einzuschüchtern. Dieses Kalkül der Altenheimbetreiber Alpenland mit Sitz im bayerischen Sonthofen wird sich nicht auszahlen, betont Günter Busch, Verhandlungsführer bei ver.di-Baden-Württemberg für den Bereich Gesundheit und Soziales. (06.10.2009) mehr...

Tarifinfo 6/2009: Nach wie vor kein verhandlungsfähiges Angebot

Nach wie vor lehnt ALPENLAND Verhandlungen ab, stellt Vorbedingungen an Verhandlungen und spielt somit auf Zeit. Unsere Forderungen sind bekannt, ebenso die Forderungen des Arbeitgebers. Inwiefern man sich einigt, sollte zwischen den Tarifvertragsparteien in Verhandlungen getroffen werden! (03.06.2009) mehr...

ALPENLAND lässt ver.di-Sekretär durch Polizei entfernen

In Öhringen waren die Beschäftigten heute zu einer Betriebsversammlung auf Veranlassung des Arbeitgebers eingeladen. Nachdem Betriebsverfassungsgesetz kann nur der Betriebsrat einladen und sind im Betrieb vertretene Gewerkschaften teilnahmeberechtigt. Für ver.di sollte ein Gewerkschaftssekretär teilnehmen, um in der Versammlung die Positionen der Beschäftigten zu vertreten. Der Arbeitgeber untersagte daraufhin ver.di den Zutritt. Den zuständigen Gewerkschaftssekretär Anton-Eugen Schmid ließ ALPENLAND durch die Polizei vom Betriebsgelände entfernen. (06.08.2009) mehr...

ALPENLAND sagt Tarifverhandlung ab

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
nun ist es offensichtlich: ALPENLAND will mit uns nicht verhandeln und führt Gespräche mit der Pseudogewerkschaft DHV. Anscheinend verspricht man sich von dem DHV mehr Entgegenkommen bei Lohndrückerei und Arbeitszeiterhöhung als von ver.di.
(04.08.2009) mehr...

ALPENLAND maßregelt Beschäftigte

In der Tarifauseinandersetzung mit dem Unternehmen ALPENLAND, einer Betriebsgesellschaft für Pflege- und Altenheime mit Sitz in Sonthofen, spitzt sich die Situation immer mehr zu. (24.07.2009) mehr...

Arbeitgeber holt sich eine "Schmuddelgewerkschaft" ins Haus

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
am 3. Juli 2009 teilte uns ALPENLAND mit, „dass ein Vorgespräch mit einer anderen tarifzuständigen Gewerkschaft geführt wurde“.
(23.07.2009) mehr...

Erste Hürde auf dem Weg zur Gründung eines Betriebsrats im „Haus der Betreuung am Deutenberg“ in Villingen-Schwenningen gemeistert

Die Firma Alpenland GmbH, Betreiberin des Pflegeheims „Haus der Betreuung am Deutenberg“, muss die Versammlung zur Wahl eines Wahlvorstands zulassen und der Gewerkschaft ver.di die notwendigen Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellen. (17.07.2009) mehr...

Bei ALPENLAND darf weiter gestreikt werden - herbe gerichtliche Niederlage für ALPENLAND

ALPENLAND hatte gegen ver.di ein einstweiliges Verfügungsverfahren auf Unterlassung von Warnstreikmaßnahmen eingeleitet. Am 30. Juni 2009 fand im Arbeitsgericht Stuttgart, Kammern Ludwigsburg, die mündliche Verhandlung statt. Die Klage von ALPENLAND wurde in allen Punkten abgewiesen. Eine Berufung wurde nicht zugelassen. Das Urteil ist rechtskräftig. ALPENLAND hat die Kosten in vollem Umfang zu tragen. Das Recht ist auf unserer Seite. (08.07.2009) mehr...

Warnstreik in Öhringen

ver.di bestreikt Einrichtung von Alpenland trotz Drohungen des Arbeitgebers.
Als „skandalös“ bezeichnet ver.di die Versuche des Pflege- und Altenheimbetreiber Alpenland, Warnstreiks in seinen Einrichtungen zu verhindern. Auch das Mittel der Aussperrung wird eingesetzt. Alpenland droht am Streik Teilnehmenden Maßnahmen bis hin zur fristlosen Kündigung an. Außerdem wird behauptet, dass Nichtgewerkschaftsmitglieder kein Streikrecht hätten. (10.06.2009) mehr...

Tarifinfo 5/2009: ver.di zum Arbeitgeber-Rundschreiben vom 7. Mai 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
einige Passagen des Alpenland-Rundschreibens können so nicht stehen bleiben: (13.05.2009) mehr...

Warnstreik in Sulz am Neckar

Obwohl der Arbeitgeber mit fristloser Kündigung drohte und mit Aussperrung reagierte, nahmen rund 25 von 70 Beschäftigten in Sulz am Neckar an einem ersten Warnstreik teil. (09.05.2009) mehr...

Tarifinfo 4/2009: Arbeitgeberangebot eine Zumutung!

Wie bereits berichtet, hat Alpenland ein Paket von Tarifvertragsentwürfen vorgelegt, das massive Tarifabsenkungen vorsieht. hier die wesentlichen Forderungen von Alpenland:
(17.04.2009) mehr...

Tarifinfo 3/2009: Arbeitgeber legt Verhandlungsangbot vor und will Tarife absenken!

Im zweiten Sondierungsgespräch verwies die Unternehmensführung auf die schlechte wirtschaftliche Lage und legte ein Paket von vier Tarifverträgen vor. Das Paket sieht Absenkungen und Gehaltseinbußen vor. (17.03.2009) mehr...

Tarifinfo 12/2008: Arbeitgeber legt kein Angebot vor!

Stattdessen erläuterte uns der Arbeitgeber die wirtschaftliche Situation des Unternehmens.
Wir beharren auf unserer Vergütungsforderung! (15.09.2009) mehr...

Tarifinfo 10/2008: ver.di-Tarifkommission beschliesst Vergütungsforderung

ver.di hat zum 31. März 2008 den Vergütungstarifvertrag Nr. 4 vom 28. Oktober 2005 gekündigt. Zwischenzeitlich tagte die ver.di-Tarifkommission von Alpenland und am 1. Oktober 2008 wurde die Forderung zur Vergütung beraten und beschlossen. (08.10.2008) mehr...

Tarifinfo 1/2008: Beschäftigte wollen deutlich mehr Geld

ver.di hat die Vergütungstarifverträge für die Beschäftigten der neun ALPENLAND-Einrichtungen in Baden-Württemberg zum 31. März 2008 gekündigt. Ziel ist eine deutliche Erhöhung der Löhne und Gehälter im Jahr 2008. (08.01.2008) mehr...